Weiter ging unsere Reise in den Nordwesten Islands.

Ísafjörður

Die kleine Stadt Ísafjörður liegt, umgeben von den schroff abfallenden Berghängen des Eyrarfjall (731m) und des Kirkjubólsfjall (832 m), am Fjord Skutulsfjörður.  Nur ca. 3000 Menschen leben in dem Städtchen.

Hafen Ísafjörður

Mächtig was los im Hafen von Ísafjörður.

Ísafjörður

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort, wollten wir die weitere Umgebung erkunden.

Von Ísafjörður brachte uns ein Boot in knapp 40 Minuten zur Insel Vigur. Die Insel ist nicht groß, nur ca. 2 km lang und bis zu 400 m breit und von Wiesen bewachsen.

Bauernhof auf Vigur

Es gibt einen einzigen Bauernhof auf der Insel, der seit 170 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet wird. Hier werden die begehrten Daunen der Eiderenten gesammelt und verarbeitet. In einem Raum kann man sich die Vorgangsweise anschauen. Die Besucher der Insel werden von der Bäuerin mit frisch gebackenem Kuchen und Kaffee  bewirtet.

Windmühle auf Vigur

Auch die einzige noch erhaltene Windmühle von Island gibt es hier zu sehen. Bis 1917 soll die im Jahr 1840 erbaute Windmühle in Betrieb gewesen sein. Mittlerweile steht sie unter Denkmalschutz.

Die Insel ist ein wahres Paradies für Vögel. Wir wurden gebeten die Wiesenwege nicht zu verlassen, aus gutem Grund, denn überall um uns herum sahen wir brütende Vögel.

brütende Eiderente

Tief ins Gras geduckt eine brütende Eiderente. Das Weibchen hat ein gelblich-braunes Gefieder.

Eiderente

Der Erpel hatte eindeutig Modelqualitäten – einmal von der Seite, …

Eiderente

… dann von vorne, …

Eiderente

… und von hinten.

Eiderente

Das Weibchen hat nur eines im Sinn: „Ducken, dann sieht mich keiner.“ Es bebrütet die Eier alleine. In dieser Zeit nimmt es keine Nahrung zu sich. Das Männchen hält sich in der Nähe des Nestes auf.

Steinturm auf der Vogelinsel Vigur

Ein nettes Detail am Wegesrand.

Prachteiderente

Eine seltene Prachteiderente. Der Erpel hat ein unverwechselbares Gefieder, während das Weibchen ein unscheinbares braun-rötliches Gefieder trägt. Für den Nestbau ist das  Weibchen zuständig. Eine flache Mulde wird mit den eigenen Daunen ausgepolstert.

Eiderente

Hier kann man gut die Daunen erkennen, mit denen die Edierende das Nest ausgepolstert.

Austernfischer

Ein Austernfischer …

Austernfischer

… und noch etwas – seht ihr es?

Eine einfache Mulde dient als Nest, in das vier bis sechs Eier gelegt werden.

Gryllteisten auf Vigur

Zwei Gryllteisten haben es sich auf dem Holzsteg gemütlich gemacht. Die haben eine witzige Art zu sitzen.

Papageientaucher auf Vigur

Es gibt viele Papageientaucher, leider etwas weit entfernt. Die hätte ich gerne etwas näher gehabt.

Papageientaucher auf Vigur

Hier eine größere Gruppe Papageientaucher auf dem Wasser.

Seeschwalbe

Eine der vielen Küstenseeschwalben. In der Brutzeit sollen sie sehr aggressiv sein. Bei uns verhielten sie sich friedlich.

Seehund auf Vigur

Ja und auch Seehunde gab es zu sehen, hier ein richtiger Wonneproppen.

Boot auf Vigur

Das wichtigste Transportmittel.

Pflanzen auf Vigur

Und zum Schluss was Blühendes zwischen den Steinen.

Teil 2 der Reise: Von isländischen Landschaften, Geysiren und einem Troll

Teil 1 der Reise: Orkney-Inseln (Schottland)

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